Meerschweinchen als Patienten in der Kleintierklinik

Erkrankungen bei Meerschweinchen stellen sich für den Tierbesitzer häufig nur als Appetitlosigkeit dar. Die Folge ist, dass diese Tiere erst sehr spät im Krankheitsverlauf beim Tierarzt vorgestellt werden.

 

Auch bei diesen Tieren steht vor der Therapie die Diagnose. Um die Ursache einer Erkrankung zu klären, sind neben der allgemeinen Untersuchung evtl. Röntgenaufnahmen und labordiagnostische Untersuchungen sinnvoll und notwendig. Unter Labordiagnostik versteht man die Untersuchung von Blut, Harn, Kot, Haut und Haaren sowie Abstriche und Proben zur bakteriologischen Untersuchung.

 

Bei Meerschweinchen in einem schlechten Allgemeinzustand sollten immer Blutproben untersucht werden. Sie lassen wie bei anderen Tierarten Rückschlüsse auf die einzelnen Organfunktionen, den Stoffwechsel, Entzündungsherde oder bestimmte Krebsarten zu.

 

Die häufig bei Meerschweinchen vorkommenden Harnsteine, die damit verbundene Blasenentzündung, die Beteiligung von Bakterien sowie die eventuelle Schädigung der Nieren lassen sich gut durch Harnuntersuchungen nachweisen. Da es häufig zu Rezidiven kommt, sind Folgeuntersuchungen eigentlich unerlässlich.

 

Kotuntersuchungen spielen eine untergeordnete Rolle. Sie sind am ehesten bei Jungtieren mit Durchfall angezeigt.

 

Große Bedeutung haben bei Meerschweinchen Erkrankungen der Haut bzw. der Haare. Meist sind Parasiten, Pilze aber auch Vitamin C- mangel oder Hormonstörungen die Ursache. Eine Klärung ist meist nur durch entsprechende Laboruntersuchungen möglich.

 

Haben Sie also möglichst Verständnis dafür, dass für gute therapeutische Ergebnisse zusätzliche Untersuchungen und auch Therapiekontrollen notwendig sind.

 

Alles Gute für Sie und Ihr Tier wünscht Ihnen

 

Ihr Klinikteam.