Giardien

Giardien sind tierische Einzeller und Darmparasiten, die bei vielen Säugetieren vorkommen, die aber auch bei Amphibien und Reptilien und Vögeln auftreten können.  Sie sind Zoonoseerreger und können somit auch auf den Menschen übertragbar sein.
Giardien können zu Durchfall, Übelkeit und Bauchschmerzen führen. Sie werden paarweise umhüllt mit dem Kot ausgeschieden und können Dank ihrer schützenden Hülle tage- bis wochenlang außerhalb des Wirtes überleben. Vom neuen Wirt werden sie über Kot, verunreinigtes Wasser oder Nahrung aufgenommen. Im Darm haften sich die Parasiten mit Hilfe von Bauchhaftscheiben an die Darmwand und vermehren sich dort. Nicht immer führt der Giardienbefall im Darm zu Beschwerden. Dennoch werden die Erreger mit dem Kot ausgeschieden.

Der Nachweis von Giardien kann in der Tierklinik über einen Kot-Schnelltest erfolgen. Bei einem positiven Ergebnis wird das Tier mit gezielten Medikamenten behandelt. Daheim ist auf höchste Hygiene zu achten. Zum Desinfizieren eignet sich Neopredisan, das in 3 - 4%iger Verdünnung für mehrere Stunden (auf Herstellerangaben achten) auf dem Fußboden und den Gegenständen, mit denen das Tier und sein Kot in Kontakt kam, einwirken und später feucht abgewischt werden muss.

Bei Katzen sollten mindestens zwei Toiletten angeschafft werden, damit täglich eine desinfizierte in Gebrauch sein kann.
Beim Reinigen der Kotbereiche sollte der Tierhalter Einmal-Handschuhe tragen und danach verwerfen.

Nach der Medikamenten-Therapie wird ein weiterer Kot-Schnelltest den Erfolg der Behandlung bestätigen oder ggf. zur Verlängerung der Therapie führen.

Für weitere Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

 

Ihr Klinikteam