Sommerhitze - worauf Sie achten sollen

Auch Hunde und Katzen können unter großer Sommerhitze leiden. Bei gesunden Tieren gibt es kaum Probleme, wenn die üblichen Vorsichtsmaßnahmen beachtet werden: Hunde nicht im Auto lassen (auch nicht für kurze Zeit und bei etwas geöffnetem Fenster), reichlich Wasser zur Verfügung stellen und den Spaziergang in die Morgen- und Abendstunden verlegen.

 

Wirklich gefährlich kann es bei Tieren werden, die bereits eine eingeschränkte Herzfunktion aufweisen. Erkrankungen des Herzens sind bei Hunden und Katzen keineswegs eine Seltenheit, auch wenn sie im Anfangsstadium für den Besitzer nicht erkennbar sind. Die Reserven des Herzens reichen in diesem Stadium noch aus, um die alltäglichen Anforderungen zu erfüllen. Erst bei besonderen Belastungen, wie zum Beispiel bei großer Hitze, wird dann die Überforderung deutlich. Anzeichen dafür sind Unruhe in der Nacht, Husten am Morgen oder nach Anstrengungen oder sogar Atemnot. Dann ist dringend eine sorgfältige Untersuchung des Herzens notwendig. Wirklich Klarheit über die Leistungsfähigkeit des Herzens bringt eine Herzultraschalluntersuchung, wie sie auch in der Humanmedizin üblich ist. Das Abhören des Herzens oder ein EKG sowie Röntgenbilder liefern wichtige Informationen, genügen aber nicht, um die Leistungsfähigkeit des Herzens wirklich zu beurteilen. Auch Katzen profitieren von solchen Untersuchungen, da die bei ihnen vorkommenden Herzkrankheiten für lange Zeit völlig unauffällig sind und erst bei bereits lebensbedrohlichen Zuständen mit Atemnot und Husten deutlich werden.

 

Anhand der Untersuchungsergebnisse kann der Tierarzt eine auf die konkrete Situation bei Ihrem Tier zugeschnittene Therapie empfehlen.

 

Auch wenn nicht alle Schädigungen am Herzen behebbar sind, so erhöht eine gut kontrollierte Herzmedikation die Lebenserwartung und die Lebensqualität Ihres Tieres.

 

Wir wüschen Ihnen einen ungetrübten Sommer und stehen Ihnen wie immer gern mit Rat und Tat zur Seite.

 

Ihr Klinikteam